09 Der Sessel

Wie bei „Die Schwebende“ hatte auch beim Sessel der Zufall seine Hand im Spiel. Aus einer Sprengung im Steinbruch blieb ein recht markanter Block als Überbleibsel zurück, dem Herbert Meusburger erst nicht allzu viel Beachtung schenkte. Bald aber entstand die Idee, für sich eine Art Chefsessel daraus zu machen, einen Thron, der mitten im Steinbruch seinen Platz bekommen sollte.

Zur Zeit der Entstehung dieser Skulptur waren es vor allem die privaten Herausforderungen, die den Künstler zu dieser Arbeit beflügelten. Man brauche manchmal das monotone Bearbeiten, das Behauen des Steins, ohne groß nachdenken zu müssen – so beschreibt Herbert Meusburger seine damalige Verfassung und damit die Entstehung des Sessels. Platz für das Abstellen eines Weinglases sollte noch sein, sonst wurde auf Details verzichtet.

Auch hier im Garten des Restaurant Guth lädt der Sessel zum Verweilen ein, zur Betrachtung der Natur oder einfach zum Nicht-Denken.

Ein Chefsessel für den Künstler, entstanden aus dem Nicht-Denken.

Ein Platz zum Verweilen.

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