05 Der Wall

1997 fand zwischen Lustenau in Vorarlberg und Widnau in der Schweiz die grenzüberschreitende „Rhein-Art“ statt. Auch Herbert Meusburger steuerte eine bemerkenswerte Arbeit bei. Er spaltete einen riesigen Granitblock in zwölf rechteckige Platten auf und stellte sie quer zum Rheinufer in einer Reihe nebeneinander auf. Gestützt wurden sie von Stahlrohren, die den Platten zu einer beinahe aufrechten Standweise verhalfen.

Ein Teil dieser skulpturalen Arbeit steht heute im Garten des Restaurant Guth. Die Stahlrohre perforieren die Platten und werfen je nach Sonneneinstrahlung einen wechselnden Schatten auf den Granit. Sie durchdringen sozusagen das vermeintlich Trennende des Stein-Walls und lassen das Dahinter erahnen. Die Stützfunktion des Stahls verbirgt sich hinter den Platten, was diese beinahe als freistehende Elemente erscheinen lässt.

Das Dahinter gewinnt an Spannung und lässt sich nur vage erahnen.

Ein Beitrag zur Rhein-Art.

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